Kunst im öffentlichen Raum
Eulenprojekt der Hermann-Neuberger-Schule
Inmitten einer grünen Insel, von einem Baum beschützt, schaut sie den Besucher der Hermann-Neuberger-Schule Völklingen mit großen Augen an : die Eule aus Stein.
In der letzten Woche wurde sie von den Schülern der 8. Reformklassen aus einem Rohling geschaffen. Der Bildhauer Werner Bärmann erklärte den Schülern Schritt für Schritt, wie aus einem klobigen Sandsteinblock ein Kunstwerk entstehen kann.
Zunächst wurde das Verhältnis Eulenkörper zum Stamm festgelegt. Mit Schutzbrillen versehen schlugen die Schüler nun mit einem Zahneisen Kopf, Flügel, Ohren, Füße und Krallen aus dem Sandstein heraus. Immer wieder mussten die „Lehrlinge“ nachmessen und nachzeichnen, bis der „Eulenvater“ zufrieden war. Mit einem Flacheisen wurden schließlich die Konturen deutlich herausgearbeitet. Mühe, Zeit und Kraft kostete es, die eckigen, rauen Kanten des Steins mit dem Schleifstein glattzuschleifen. Immer wieder musste das Kunstwerk dazu mit der Bürste angefeuchtet werden. Werner Bärmann meint dazu: „Die Schüler sind motiviert, weil sie merken, dass ihre Arbeit wertvoll ist. Das wiederum lässt ein neues Selbstwertgefühl in ihnen entstehen.“ Zum Schluss wurde ein Befestigungsbolzen im Sockel der Statue verankert, und nun fand sie ihren Weg zum künftigen Stammplatz.
In einem kleinen Festakt wurde die Steineule vor den Augen des Künstlers, der Sponsoren und der beteiligten Schüler feierlich enthüllt. Der Schulleiter Franz Haselmann dankte der Volksbank, den Modellprojektträgern Kultusministerium und Bundesagentur für Arbeit sowie dem Regionalverband Saarbrücken, die dieses Projekt ermöglicht haben.
Unter Leitung des Riegelsberger Künstlers Werner Bärmann schafften Schüler eine große Skulptur.
Zwei Tage haben die Klassen 8R1 und 8R2 an ihrer Skulptur gewerkelt, mit Werner Bärmann stand ihnen ein erfahrener Bildhauer zur Seite und auch von den eigenen Fachlehrern gab's die nötige Unterstützung. Mit der Skulptur haben die Schüler nur den Pausenhof verschönert, sondern auch eine ganze Menge Erfahrung sammeln können.
Teamwork war gefragt. Die Jungen halfen den Mädels und umgekehrt. Die Arbeit setzte enorme Energien bei den Jugendlichen frei, sodass man förmlich spüren konnte, wie viel Spaß den Jugendlichen die körperliche Anstrengung machte. Künstler Werner Bärmann half die technischen Probleme zu meistern. Er führte die Jugendlichen behutsam an das eigentliche kreative Element heran, aus Einzelteilen eine große Gesamtform zu kreieren. Schließlich musste die Eule noch in mühsamer Schmirgelarbeit geschliffen werden.
Finanziert wurde das Projekt mitunter von der Volksbank. Die Schulgemeinschaft freut sich riesig über das neue Kunstwerk auf dem Schulgelände.
Die Schüler Kenneth, Ferhat, Vanessa und Svenja haben einen Brief für ihre Eule verfasst:
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